Köckeis


Tradition seit 1861

Das Unternehmen in Judenau wird seit 2003 von DI Mag. Richard Köckeis in 5. Generation geleitet. Ursprünglich gründete im Jahre 1861 Franz Köckeis I., Sohn von Anton Köckeis, der im Jahre 1848 als Landwirt von Engelmannsbrunn nach Judenau zog, das erste Schmiedegerwerbe im damaligen Haus Nr. 12 (heute Florianipark 4-5).

Sein Sohn, Franz Köckeis II., ein bekennender Patriot, der in der kaiserlichen Armee als Einjährig Freiwilliger diente, übernahm im Jahre 1891 die Schmiede von Franz I. Neben der Hauptarbeit, dem Beschlagen von Pferdehufen, wurde im Laufe der Zeit die Wagenschmiederei und die Herstellung von Eisenteilen (wie z.B. Spranznägel für Zimmerleute) immer wichtiger. 1912 trug Franz II. das alte Bauernhaus ab (laut Überlieferungen "eine alte Hütte") und erbaute das heute noch bestehende Bauernhaus.

Franz III., Großvater von Richard, übernahm im Jahre 1925 die Schmiede von seinem Vater in einer wirtschaftlich sehr schlechten Zeit (Weltwirtschaftskrise, danach Weltkrieg). Ab den 40er-Jahren ging auch die Mechanisierung der Landwirtschaft auf Kosten der Hufschmiederei rasch voran. Trotz der wirtschaftlich schlechten Lage verstand es Franz III. das Unternehmen durchzubringen, auch aufgrund der Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Entwicklungen (z.B. Elektroschweißen 1941, Autogenschweißen 1949 und Bau einer Tankstelle 1953).

Gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Franz IV. und Eduard weitete er das Geschäftsfeld kontinuierlich aus, vor allem Richtung Landmaschinenhandel und Reparatur. Franz IV. starb leider 1963 im Alter von 26 Jahren an Nierenschrumpfung. 1968 baute man das heute noch bestehende Wohnhaus und die Werkstätte und 1970 übernahm Eduard den Betrieb. Im Laufe der Zeit kaufte man die benachbarten Grundstücke und baute darauf zusätzliche Hallen und Ersatzteillager.

Im März 2003 gründete Richard sein Einzelunternehmen neu und pachtet seither die im Eigentum seiner Eltern stehenden Geschäfträumlichkeiten, die inzwischen insgesamt ein Ausmaß von rund 1.500 m² angenommen haben. Neben dem klassischen Landmaschinenhandel und der Werkstätte ist das Unternehmen auch hinsichtlich seines Reifenhandels (mit Schwerpunkt auf Agrarbereifung) inzwischen überregional bekannt.